EACH KONGRESS - 21. Sept. - 24. Sept. 2016 in Utrecht / Holland

Zum diesjährigen EACH Kongress in Utrecht reisten die Mitglieder aus Finnland, der Schweiz, Österreich, Island, den Niederlanden, Irland, Schottland, England, Tschechien, Litauen und Deutschland an. Es waren auch wieder viele Gäste da, die uns von Ihrer Arbeit in ihrem Land berichteten, wie zum Beispiel aus Japan.

Zu Beginn erfuhren wir, dass EACH ein neues individuelles Mitglied aus Katar dazu gewonnen hat. Wir freuen uns sehr darüber, dass EACH weiterwächst. Unter anderem wird sich um den Kontakt zur französischen Organisation intensiv bemüht. Die gute Zusammenarbeit der Mitglieder aus den unterschiedlichen Ländern untereinander zeigte auch in diesem Jahr die Bedeutung von EACH und unterstrich abermals die Wichtigkeit unseres gemeinsamen Anliegens.

Unter dem Eindruck des Wandels, der sich auf die Kinderbetreuung vor und nach einem Krankenhausaufenthalt bezieht, wurde die EACH Charta mit den Erläuterungen in englischer Sprache neu aufgelegt und an die Delegierten verteilt.

In Übereinstimmung mit der EACH-Charta für die Rechte kranker Kinder wurde eine Erläuterung zu Artikel 9 hinsichtlich der vielen Flüchtlingsfamilien und Asylsuchenden mit einem kranken Kind hinzugefügt und an die zentralen Stellen, Institutionen und an die Presse versandt. „Kinder sind die Zukunft der Welt, ganz gleich woher sie kommen.“

In diesem Jahr präsentierte jedes Mitglied wieder einen Überblick über die aktuellen Probleme im jeweiligen Land im Zusammenhang mit kranken Kindern im Krankenhaus und bezog die Problematik konkret auf einen Artikel der EACH-Charta. Die Gespräche und Gedanken, die sich im Einzelnen hierzu entwickelten, waren auch in diesem Jahr wieder sehr interessant und bereichernd. Es entstanden neue gemeinsame Ideen, Projekte und Überlegungen, welche uns nun bei unserer Arbeit begleiten. Es war in diesem Jahr sehr spürbar und sichtbar, dass die Betreuung des kranken Kindes über die Grenzen des Krankenhauses hinaus immer mehr zunimmt.

Die geistige Gesundheit von Kindern wird viel zu wenig verfolgt und öffentlich kommuniziert. Viele psychische Erkrankungen von Kindern werden zu spät erkannt, denn das Fachpersonal fehlt.

Eine Präsentation von Prof. Dr. Leroy zum Thema Schmerzen und deren Vermeidung in der medizinischen Versorgung des kranken Kindes sensibilisierte und beeindruckte uns sehr. „Wenn ein Kind Angst hat, dann muss der Arzt nochmal wiederkommen!“

  • Die von Behörden angeordneten Verlegungen von Flüchtlingsfamilien und Asylsuchenden mit einem kranken Kind sind zu vermeiden, um die Kontinuität in der Pflege zu ermöglichen und die Trennung von den Eltern zu verhindern. Dies gilt auch für Minderjährige unter 18 Jahren, die unbegleitet einreisen oder eine ihnen vertraute Bezugsperson haben.
  • Das medizinische Fachpersonal wird von den jeweiligen nationalen Gesundheitsbehörden über die geltende Praxis für kranke Kinder, die sich auf der Flucht befinden oder Asylgesuche stellen informiert. Diese Praxis ist auch den Kindern und ihren Eltern / Bezugspersonen zu erklären.
  • Die wechselnden Aufenthaltsorte kranker Kinder und ihrer Krankheitsakten müssen systematisch innerhalb des Landes und über die Landesgrenzen hinaus nachverfolgbar sein.
  • Es werden besondere Anstrengungen unternommen, Flüchtlinge / Asylsuchende auf klare und verständliche Weise (mündliche oder schriftliche Übersetzung) dem Alter und dem Verständnis entsprechend zu informieren.

Der hoch interessante „National Day“ fand im Kongresszentrum Utrecht statt und der Besuch am nächsten Tag im Krankenhaus von Utrecht beeindruckte alle Teilnehmer sehr. Näheres wird dazu im kommenden Jahresbericht 2016 nachzulesen sein.

Hester Rippen aus den Niederlanden – diesjährige Gastgeberin mit dem Verein „Kind en Ziekenhuis“, organisierte ein wunderbares Komitee-Meeting und einen sehr informativen und spannenden National Day. Wir konnten einen guten Einblick in das Schaffen ihrer Organisation in den Niederlanden gewinnen.

Das nächste Mitgliedertreffen wird 2017 vom 21. – 23. September 2017 in Litauen stattfinden.

SAVE THE DATE:

Die nächste EACH-Konferenz vom 26.09. – 29.09.2018 dürfen alle AKIK Gruppen gemeinsam mit dem AKIK Bundesverband in Frankfurt am Main ausrichten.

 

Gruppenbild:

Aktuelles

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    Liebe Freunde und Mitglieder des AKIK-Bundesverbandes,
    mit großer Vorfreude blicken wir auf das kommende Jahr,

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    Presseinformation zum 20. Tag des Kinderkrankenhauses am  17. September 2017

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    Nachdem die Regierungskoalition keine Notwendigkeit mehr für eine weitere öffentliche Anhörung sah,

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  • Jahresbericht 2016

    Der Jahresbericht 2016 ist online!

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    Nachdem Anfang April ein Kompromiss für die Pflegeausbildung im Rahmen des Pflegeberufereformgesetzes gefunden wurde,  

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    Ihr Kind muss bald ins Krankenhaus oder interessiert sich für das Thema Kinder im Krankenhaus?  

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    Presseinformation - 25.04.2017: Nach der Einigung der Koalition über eine Reform der Pflegeberufeausbildung müssen nun die Details festgelegt werden: 

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  • Start der 5. Bewertungsrunde - Ausgezeichnet.Für Kinder

    Ab sofort startet die 5. bundesweite Bewertungsrunde für das Gütesiegel "Ausgezeichnet.Für Kinder". 

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  • Pflegeberufereform – Kompromiss gefunden

    Am 06.04.2017 einigten sich die Fraktionen der großen Koalition auf einen Kompromiss zum Pflegeberufegesetz.

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  • 05.04.2017 - 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention in Kraft

    Genau vor 25 Jahren, am 05.04.1992, trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft und

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  • Offener Brief kritisiert politischen Umgang mit der Pflegeberufereform

    Presseinformation - 14. Februar 2017: „Zukunftssicherung einer guten Pflege auch für Kinder sieht anders aus“

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  • Frohes neues Jahr 2017

    "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird;
    aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll."

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