In Memoriam Sylvie Rosenberg-Reiner (1943-2014)

Sylvie RosenbergIn tiefer Trauer müssen wir das plötzliche und unerwartete Ableben unserer lieben Kollegin Sylvie verkünden. Mit ihrem französischen Verband APACHE hat sie gemeinsam mit anderen Vereinen verschiedener europäischer Länder, für eine Verbesserung des Wohlbefindens kranker Kindern gekämpft. Als EACH 1993 gegründet wurde, übernahm Sylvie ein Amt im EACH Vorstand und engagierte sich von 2004 bis 2012 als EACH-Koordinatorin.

Als wir begannen bedurfte es viel Mut, Kraft und Überzeugung um die Rechte kranker Kinder zu fördern. All diese Eigenschaften waren Sylvie zu Teil. Durch ihre hingebungsvolle Arbeit in der Kinderanästhesie verstand sie nicht nur die Haltung des Krankenhauswesens, sondern erkannte auch die unbefriedigende Situation für Kinder und deren Familienangehörige.

Von Anfang an brachte Sylvie ihr unvergleichliches französisches Flair in unsere Zusammenarbeit ein. Sie schreckte nie davor zurück ihre Meinung zu äußern und zu ihren Überzeugungen zu stehen, was oft zu hitzigen Diskussionen führte, die jedoch meist auch äußerst ergebnisreich neue Lösungen oder Kompromisse nach sich zogen. Über die Jahre entwickelte sich Sylvie zu einem Grundpfeiler unserer europäischen Bewegung.

Sylvie verstärkte die -Kind im Krankenhaus- Bewegung nicht nur in Frankreich sondern auch in Belgien und Portugal, wobei der französische Hintergrund dabei half nationale Arbeitsgruppen zu gründen. Nicht zu Letzt ist es auch Sylvies Verdienst, dass der berühmte Cartoon Zeichner PEF die wunderbaren Illustrationen zu den zehn Punkten der EACH Charta gestaltete, die auf einen Blick erklären, was jeder Punkt bedeutet.

Sylvie war eine einzigartige Persönlichkeit mit einem starken Sinn für soziale Gerechtigkeit. Mit feurigem Eifer unterstützte sie die Bewegung zur Gleichstellung von Frauen und sie liebte die darstellenden Künste, vor allem klassische Musik und die Oper. Wir alle werden alle ihre scharfsinnige Anmerkungen und unsere spannenden Diskussionen zu gemeinsamen Interessen, sei es zur Europapolitik im Allgemeinen oder speziell die Effekte der verschiedenen europäischen Gesundheitssysteme auf Kinder, sehr vermissen.

Obwohl Sylvie, körperlich gesehen klein von Statur war, besaß sie doch eine wundervolle, große Persönlichkeit! Ihre lebenslangen Erfolge und Leistungen können wir alle nur bewundern. Ihr plötzlicher Tod erfüllt uns mit großer Trauer, und erinnert uns daran, was sie alles als Person und Mensch für uns war. Für alles was du erreicht hast, für alle Anstrengungen die du unternommen hast, um das Leben auf dieser Welt zu verbessern: Vielen Dank, Sylvie. Deine Freunde werden dich für immer in ihren Herzen bewahren. Ebenso sprechen wir unser tiefstes Beileid für Sylvies Familie aus.

Autorin: Hanne Sieber für den EACH Vorstand
Übersetzung: Sabrina Burschel

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