Parlamentarischer Abend 2013 "Gesunde Kinder sind Zukunft"

 

Der Bundeselternverband AKIK verfolgt seit Jahren kritisch die Entwicklung
hin zur Ökonomisierung in der Kinder- und Jugendmedizin. Immer weitere 
Sparmaßnahmen, primär durch eine personelle Unterbesetzung in den 
Kinderkliniken, gefährden zunehmend die flächendeckende pädiatrische
Versorgung der Kinder und Jugendlichen. Eine medizinische Kinderversorgungs- 
einrichtung darf nie alleine an ökonomischen Kriterien gemessen werden.

Eltern erleben heute im Krankenhaus immer öfter, dass u.a. für erklärende
Gespräche über Behandlungsziel und Pflege kaum Zeit bleibt. Diese negative 
Entwicklung ist besonderes gravierend, weil die beobachtende und sprechende 
Medizin eine zentrale Behandlungsmethode in der Kinderbehandlung ist.

Mehr Zeit, mehr Erklärungen, Beratung und Trost das wird in den DRG (Fallpauschalen) 
nicht abgebildet und im bestehenden System ist keine Besserung zu erwarten. 
In Zukunft muss ein Ausgleich für den erhöhten Aufwand gefunden werden.

Immer mehr Kinderkliniken und -abteilungen schreiben rote Zahlen und immer 
mehr Kinder kommen, wenn sie ins Krankenhaus müssen, auf Stationen für 
Erwachsene, wo sie weder kindgerecht noch altersentsprechend betreut und 
versorgt werden können.

Das AKIK hat sich bereits vor Jahren positioniert und im „Frankfurter Manifest“ 
die Forderung nach einer steuerfinanzierten Gesundheitsversorgung von Kindern 
und Jugendlichen gestellt und begründet.

Der AKIK-Bundesverband e.V. fordert, unabhängig von Diagnosen, eine flächen-
deckende pädiatrische Versorgung, die für alle kranken Kinder und Jugendlichen 
sichergestellt und erreichbar ist und bleibt.

Frankfurter Manifest (2009) des AKIK-Bundesverband e.V.
Sämtliche Gesundheitskosten für Kinder und Jugendliche sind aus dem Kostenblock 
der gesetzlichen Krankenversicherung herauszunehmen und ausschließlich aus 
Steueraufkommen zu finanzieren.

Als erster und elementarer Schritt sind umgehend sämtliche kindermedizinischen
Einrichtungen aus der derzeit praktizierten Wirtschaftlichkeitsberechnung von 
stationären Behandlungseinrichtungen (Stichwort: DRGs/Fallpauschalenregelung)
herauszunehmen. Gleichzeitig muss eine wohnortnahe Grundversorgung gewährleistet
werden bzw. bleiben. Weitere Schritte im vor- und nachstationären sowie im 
ambulanten Bereich müssen in enger Absprache mit Sach- und Erfahrungsexperten folgen.

 

 

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