Weihnachtsbrief 2012

„Das Wesentliche einer Kerze ist nicht das Wachs

das seine Spuren hinterlässt, sondern das Licht!“

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer unseres Elternverbandes,

mit großen Schritten geht es auf Weihnachten zu. Vielleicht gehören Sie zu den

Glücklichen, die schon alle Geschenke gekauft haben und sich nun entspannt mit

einer schönen Tasse Tee bei Kerzenschein auf die besinnliche Vorweihnachtszeit

einstimmen können. Genießen Sie dies!

Aber vielleicht fragen Sie sich auch, wo denn die Zeit bleibt, denn es gibt noch so

viel zu erledigen. Die Geschenke sind noch nicht gekauft, selbst an Ideen mangelt

es noch und Sie hetzen wie jedes Jahr von einer Weihnachtsfeier zur anderen.

Für die Kinder oder Enkelkinder kaufen Sie im Vorbeigehen das 100. Spielzeug,

obwohl das Kinderzimmer schon überquillt und Sie jetzt schon wissen, dass ihr

Geschenk nach zwei Wochen in irgendeiner Ecke landen wird. Sie fragen sich

zu Recht, was hat das alles für einen Sinn? – Wir haben einen Vorschlag für Sie.

Schenken Sie ihren Lieben doch in diesem Jahr einfach mal nur Zeit – gemeinsame

Zeit.

Zeit ist das wertvollste Geschenk, das wir einem anderen Menschen machen können.

Zeit ist wichtig, um in Kontakt zu bleiben, um die Verbindung zueinander

nicht zu verlieren. Leider ist uns dies im Vorstand in diesem Jahr nicht gut gelungen,

sodass wir Ihnen zu unserem großen Bedauern mitteilen müssen, dass

Frau Julia von Seiche-Nordenheim ihr Amt als Bundesvorsitzende und Beauftragte

für Öffentlichkeitsarbeit Ende September niedergelegt hat. Wie danken Frau

von Seiche-Nordenheim für ihr langjähriges und intensives Engagement im AKIK-

Bundesverband e.V. und wissen ihre Arbeit sehr zu schätzen.

Wir danken aber auch Ihnen, liebe Mitglieder, dass Sie uns und das schon oft

über viele Jahre, ihre Zeit und ihre Tatkraft schenken, die wertvollsten Güter, die

Sie haben. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass unser Engagement wichtiger

denn je ist. Die kranken Kinder, deren Eltern, aber auch die Kinderkliniken selbst

brauchen uns auch im Jahr 2013.

Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit, frohe Weihnachten mit

Ihren Lieben sowie ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Gleichzeitig möchten wie Sie bereits jetzt zu unserer Mitgliederversammlung am

04. Mai 2013 ganz herzlich einladen.

Ihr AKIK-Bundesvorstand

Frankfurt, im Dezember 2012

 

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AKIK-aktiv

Und es bewegt sich doch?!

Das ARD-Politmagazin Report Mainz thematisierte am 13.11.12 die personelle Unterbesetzung in

deutschen Kinderkliniken und deren Auswirkungen. Am Beispiel der Kinderklinik Mannheim wurde

gezeigt, dass eine sichere Versorgung von Kindern mangels Personal nicht mehr gewährleistet

werden kann. „Kinder behandeln ist kein lohnendes Geschäft“ – dies ergab eine Umfrage bei Klinikärzten

in deutschen Kinderkliniken, durchgeführt von Report Mainz. Mehr Zeit, mehr Erklärungen,

Beratung und Trost das wird in den DRG (Fallpauschalen) nicht abgebildet und im bestehenden

System ist keine Besserung zu erwarten. Im Resümee des Berichts wurde ausdrücklich betont,

dass in Zukunft ein Ausgleich für den erhöhten Aufwand gefunden werden muss.

Es ist ausgesprochen erfreulich und vielversprechend, dass in den Medien nun auch an prominenter

Stelle eine der zentralen AKIK-Forderungen aufgenommen wird.

„Kinderkliniken in Not“ anzusehen unter:

www.ardmediathek.de/das-erste/report-mainz/kinderkliniken-in-not?documentId=12445056

 

Kernforderungen von AKIK

Der AKIK-Bundesverband fordert, unabhängig von Diagnosen eine gute Kindermedizin, die für alle

kranken Kinder und Jugendlichen zugängig und erreichbar bleibt.

 

Frankfurter Manifest (2009)

Sämtliche Gesundheitskosten für Kinder und Jugendliche sind aus dem Kostenblock der gesetzlichen

Krankenversicherung herauszunehmen und ausschließlich aus Steueraufkommen zu finanzieren.

Als erster und elementarer Schritt sind umgehend sämtliche kindermedizinischen Einrichtungen

aus der derzeit praktizierten Wirtschaftlichkeitsberechnung von stationären Behandlungseinrichtungen

(Stichwort: DRGs/ Fallpauschalenregelung) heraus zu nehmen. Gleichzeitig muss eine

wohnortnahe Grundversorgung gewährleistet werden bzw. bleiben. Weitere Schritte im vor- und

nachstationären sowie im ambulanten Bereich müssen in enger Absprache mit Sach- und Erfahrungsexperten

folgen.

 

Einhaltung von Artikel 3 der EACH-Charta

Nach wie vor engagiert sich AKIK für die uneingeschränkte Einhaltung von Artikel 3 der EACHCharta,

der besagt, dass Eltern bei Aufnahme ihres Kindes ins Krankenhaus die Mitaufnahme angeboten

werden soll und diese unterstützt und dazu ermutigt werden sollen. Zusätzliche Kosten

sollen daraus für die Eltern nicht entstehen.

Anfragen von Eltern zeigen uns immer wieder, dass dies noch keine Selbstverständlichkeit ist.

Hier wollen wir weiter Aufklärungsarbeit leisten. Entgegen anders lautender Vorschriften in den

Sozialgesetz-Büchern (hier insbesondere das SGB V) verweigern die Kassen zunehmend die darin

zugesagten Leistungen. Hierdurch sind die Familien akut oder chronisch erkrankter Kinder immer

häufiger gezwungen, Kosten für Heil- und Hilfsmittel vorzufinanzieren oder gar selber zu tragen.

Der (kosten)freie Zugang zu sämtlichen Stufen der pädiatrischen Versorgung ist ein Grundrecht

entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention Art. 24(1).

 

Flächendeckende Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche

Weiterhin setzt sich AKIK für die flächendeckende Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche

ein. Gerade in Flächenregionen wie Mecklenburg-Vorpommern, aber auch Rheinland-Pfalz,

Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg, die zudem oft auch eine schlechte Anbindung

im ÖPNV haben, sind viele Kinderkliniken für betroffene Familien kaum mehr in einer annehmbaren

Zeit erreichbar. Wir wollen auf diesen Missstand aufmerksam machen und uns für eine Lösung

einsetzen, die auch im Sinne der Eltern und ihrer Kinder und Jugendlichen ist.

 

In eigener Sache

Der Bundesvorstand sucht Unterstützer in folgenden Bereichen: Presse- und Medienarbeit (PuMA) sowie

Öffentlichkeitsarbeit.

Haben Sie Freude, in diesen Bereichen, dann sind Sie bei uns genau richtig. Nehmen Sie gerne zu

uns Kontakt auf, wir informieren Sie ausführlich über Möglichkeiten, Umfang, Ideen und Zusammenarbeit

mit dem Bundesvorstand.

 

 

Anhänge:
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