18. Tag des Kinderkrankenhauses - Unsere Kinder sind unsere Zukunft!

18. Tag des Kinderkrankenhauses am 20. September 2015 – Das Aktionskomitee KIND IM KRANKENHAUS - Bundesverband e.V. (AKIK) appelliert an die Politik Entscheidungen im Sinne unserer Kinder zu treffen!

 

Anlässlich des Tags des Kinderkrankenhauses am 20. September möchten wir Ihnen einen Überblick über wichtige Entscheidungen, die Kinder betreffen und die aktuell in Berlin von der Politik diskutiert werden, geben.

Derzeit bedarf es noch viel Überzeugungsarbeit, damit im Sinne unserer Kinder die richtigen Weichen gestellt werden.


Geplante Neuregelungen des Krankenhausstrukturgesetzes gefährden flächendeckende Versorgung von Kindern

Laut Angaben der Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland e.V. (GKinD) könnten nach vorsichtigen Schätzungen in den kommenden Jahren bundesweit 40 Kinderabteilungen / Kinderkliniken geschlossen werden. Dies begründet sich darin, dass es aufgrund der geplanten Änderungen für den Sicherstellungszuschlag im Rahmen der Neuregelung des Krankenhausstrukturgesetzes, für Kliniken nahezu unmöglich ist, diesen dringend benötigten Sicherstellungszuschlag zu erhalten. Das derzeitige Finanzierungssystem über sog. Fallpauschalen, auch DRG’s (Diagnosis Related Groups) genannt, deckt bei weitem nicht die Kosten der meisten Kinderkliniken und –abteilungen. Zudem wird die schwierige finanzielle Situation durch die strukturellen Besonderheiten von Kinderkliniken wie ein hoher Anteil der Akutversorgung (80%) und eine hohe Notfallquote (50%) sowie saisonale Schwankungen in der Auslastung noch stärker belastet. Der Sicherstellungszuschlag könnte hier Abhilfe schaffen und für die Vorhaltung von Leistungen vereinbart werden. Dies könnte somit ergänzend zum DRG-System die Finanzierung der Kinderklinikenabteilungen flächendeckend sichern.

Der AKIK-Bundesverband fordert daher die Sicherstellung der flächendeckenden kindermedizinischen Versorgung und schließt sich den Empfehlungen der GKinD e.V. zur Neuregelung des Sicherstellungs-zuschlages an.

 


Geplante Generalisierung der Pflegeausbildung bedroht den Berufsstand der Kinderkrankenpflege

Um den Pflegeberuf für Berufsanfänger attraktiver zu machen plant die aktuelle Bundesregierung die Ausbildung für die drei bestehenden Pflegeberufe Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Altenpflege zu einem Ausbildungsberuf zusammenzufassen. Der damit verbundene Verlust an Expertise kann nicht im Sinne unserer Kinder sein.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und haben individuelle Bedürfnisse, die mit dem Kind wachsen und sich oft schnell verändern. Auch handelt es sich bei einem kranken Kind nie nur um einen Patienten, sondern um einen sog. „Eltern-Kind-Patienten“. Auch die Eltern brauchen Unterstützung durch besonders geschultes Personal. Zudem ist die Entwicklung eines Kindes von der Geburt bis zum Erwachsenwerden in dieser kurzen Zeitspanne sehr vielschichtig und stark prägend. Ganz im Gegensatz zu der Entwicklung, die ein Erwachsener im gleichen Zeitraum durchläuft. Wir brauchen einfühlsame und entsprechend hoch qualifizierte Pflegekräfte, die auf die Bedürfnisse unserer kranken Kinder eingehen können.

Der AKIK-Bundesverband fordert daher eine Vertiefung und Schwerpunktsetzung Gesundheits- und Kinderkrankenpflege innerhalb der beruflichen Erstausbildung gemäß den Empfehlungen des Berufsverbandes der Kinderkrankenpflege Deutschland e.V. (BeKD), um die Qualität und die hohe Expertise in der Kinderkrankenpflege zu erhalten.


Umsetzung der Petition „Einsetzung eines Kinder-beauftragten im Deutschen Bundestag“ gerät ins Stocken

Anfang diesen Jahres wurde von Herr Prof. Dr. Manfred Gahr, Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) eine Petition eingereicht, die über 120.000 Unterstützer fand. In der Petition wurde der Bundestag aufgefordert, die Einsetzung eines Kinder- und Jugendbeauftragten des Deutschen Bundestages zu beschließen. Dieser solle unter anderem unabhängig und nicht weisungsgebunden sein und Gesetze und Entscheidungen der Executive daraufhin überprüfen, ob sie den Rechten unserer Kinder und Jugendlichen entsprechen. Nach einer öffentlichen Anhörung des Petenten Prof. Dr. Gahr vor dem Petitionsausschuss am 15. Juni 2015 ist bis dato noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden. Aktuell muss aber noch einiges an Überzeugungsarbeit bei den Politikern geleistet werden.

Der AKIK-Bundesverband fordert daher die Einsetzung eines Kinder- und Jugendbeauftragten im Deutschen Bundestag gemäß der Petition von Prof. Dr. Manfred Gahr.


Sehr gerne können auch Sie uns bei unserer Arbeit unterstützen! Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichen Dank!

Ihr AKIK-Bundesvorstand

 

 

 

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